Emotionale Intelligenz

Emotionale Intelligenz steigern – So gehts! (+ EQ-Test)

Viele sagen, die Intelligenz eines Menschen lässt sich an seinem IQ messen. Doch das stimmt nicht so ganz. Neben der allgemein bekannten (logischen) Intelligenz gibt es noch die emotionale Intelligenz. Besonders spirituelle Menschen wissen, dass ein hoher EQ in vielen Lebenssituationen nützlich ist. Nicht nur im privaten Bereich, um hier besonders warmherzige und enge Beziehungen zu knüpfen, sondern auch im geschäftlichen, um für mehr Vitamin B zu sorgen. Was die emotionale Intelligenz genau ist, wie hoch Dein EQ ist und wie Du diesen noch steigern kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

1. Was ist emotionale Intelligenz?

Hätten wir einzig und alleine unseren logischen Verstand, wären wir gefühllose Roboter nicht fähig zu lieben, Mitgefühl zu empfinden oder Emotionen zu haben und wahrzunehmen zu können.

IQ vs EQ

Im Gegensatz zum IQ umfasst der EQ nicht die klassische Intelligenz, sondern die Fähigkeiten im Umgang mit den eigenen sowie fremden Empfindungen.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist Sheldon Cooper aus der TV-Serie
"The Big Bang Theory". Dieser ist extrem intelligent und besitzt ein sehr hohes Maß an logischem Denken, hat jedoch Schwierigkeiten bei den einfachsten sozialen Interaktionen und allgemein Probleme seine eigenen, so wie die Gefühle anderer zu verstehen und deuten zu können.

Doch glücklicherweise haben wir als Menschen nicht nur einen logischen Verstand, sondern auch einen "emotionalen Verstand". Der Teil unseres Bewusstseins, der für unsere Gefühle und das Wahrnehmen der Gefühle anderer Menschen zuständig ist.


Hinter der emotionalen Intelligenz steckt also letztlich die Fähigkeit, Gefühle und Emotionen bei sich und anderen verstehen, einschätzen sowie damit umgehen und angemessen reagieren zu können. Erst durch sie können wir so etwas wie Mitleid empfinden und emphatisch sein.

Erst richtig bekannt wurde der Begriff durch den US-Psychologen und Bestsellerautor Daniel Goleman. Er widmete dem EQ 1997 ein ganzes Buch, namens "EQ. Emotionale Intelligenz", das zum internationalen Bestseller wurde. Laut ihm gehören zu den wesentlichen Merkmalen der emotionalen Intelligenz insgesamt 4 Bereiche:

  1. Selbstwahrnehmung
  2. Soziales Bewusstsein (Empathie, Organisationsbewusstsein)
  3. Selbstmanagement (Optimismus, Leistungsorientierung, Anpassungsfähigkeit, Emotionale Selbstkontrolle)
  4. Beziehungsmanagement (Inspirierende Führung, Teamwork, Mentoring, Einfluss, Konfliktmanagement)


2. Was ist der EQ?

Sowie man die klassische Intelligenz an dem IQ (also Intelligenzquotienten) messen kann, gib es für die emotionale Intelligenz den EQ (emotionaler Intelligenzquotient). Im Gegensatz zum klassischen IQ umfasst die emotionale Veranlagung jedoch keine verbalen oder mathematischen Fähigkeiten.

Vielmehr ist mit dieser die Ausgeprägtheit der Fähigkeiten im Umgang mit den eigenen und fremden Empfindungen gemeint.

Business Meeting

Einer hoher EQ ist besonders dienlich, um Mitarbeiter bestmöglich zu führen und zu motivieren.

Emotionale Fähigkeiten sind beispielsweise bei Führungspositionen von Vorteil und allgemein dort, wo diplomatisches Fingerspitzengefühl gefragt ist. Ein hoher EQ ist hilfreich bei Verhandlungen, Konfliktlösungen und generell im Umgang mit Menschen.

Der emotionale Intelligenzquotient ist also für den beruflichen Erfolg ebenso von Bedeutung wie ein hoher IQ. Es kann dann durchaus der Fall sein, dass eine Person mit einem hohen EQ im selben Beruf erfolgreicher ist als eine Person mit mehr fachlicher Qualifikation oder einem höheren IQ, aber eben geringerer emotionaler Intelligenz.

3. Emotionale Intelligenz Test

Wir haben einen Test mit Fragen für Dich vorbereitet. Damit können wir ziemlich gut einschätzen, wie hoch Dein emotionaler Intelligenzquotient (EQ) ist. (Beantworte einfach die folgenden Fragen und daraus errechnen wir einen Wert.) Hier geht es zum kostenlosen Test:


4. Vorteile eines hohen EQs

Abgesehen von Vorteilen im Beruf bringt Dir ein hoher EQ noch weitere Vorteile in Deinem ganzen Leben.

Deine emotionale Intelligenz hilft Dir, Dich und Deine Emotionen zu verstehen. Durch sie verstehst Du, warum Du Dich gerade so fühlst, wie Du Dich fühlst und sie kann Dir helfen herauszufinden, was Du gerade brauchst, um vielleicht Dein inneres Kind zu heilen. Manchmal ist es einfach Erschöpfung und ein Gefühl, das Dir sagen möchte, dass Du Dir mehr Zeit für Dich nehmen sollst.

Deine Seele Dir etwas mitteilen möchten. Deswegen ist es wichtig, Deinen Emotionen immer nachzugehen und diese nicht zu unterdrücken, da ansonsten größere Probleme daraus entstehen könnten.

Des Weiteren ist die emotionale Intelligenz dazu da, nicht nur Deine eigenen Gefühle zu erkennen und zu verstehen, sondern auch die Deiner Mitmenschen. Erst sie ermöglicht es uns so etwas wie Mitgefühl zu empfinden, uns in andere Menschen hineinversetzen zu können und Empathie zu zeigen. Deswegen ist sie so wichtig für ein harmonisches Zusammenleben von Menschen.

5. Warum ist emotionale Intelligenz so wichtig?

Und darin liegt ein großes Problem heutzutage. Im Laufe der Zeit haben die Menschen verlernt, Gefühle zu zeigen und zuzulassen. Zu häufig gilt leider: "Wer Gefühle zeigt, ist schwach". Das sehen wir in vielen Bereichen der heutigen Gesellschaft.

In der Wirtschaft beispielsweise, werden Entscheidungen getroffen, um Kosten zu reduzieren, ohne die Folgen auf andere Menschen und die Umwelt zu berücksichtigen. Viele Menschen achten nur noch auf sich und ihre eigenen Vorteile, ohne sich dabei Gedanken über ihr Handeln, ihre Umwelt und ihre Mitmenschen zu machen.

Leider ist der Gedanke der Trennung viel zu weit verbreitet. Die Menschen sehen sich als etwas Getrenntes von der Natur und ihren Mitmenschen. Deswegen kümmern sie sich nur um ihr eigenes Wohlergehen, ohne dabei zu wissen das ihr Wohlergehen ebenso von dem ihrer Umwelt und ihrer Mitmenschen abhängig ist. In Wirklichkeit ist nämlich alles mit allem verbunden und die Trennung ist nur eine Illusion.

"Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen, ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Er erfährt sich selbst, seine Gedanken und Gefühle als abgetrennt von allem anderen - eine Art optische Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, da sie uns auf unsere eigenen Vorlieben und auf die Zuneigung zu wenigen Nahestehenden beschränkt. Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Horizont unseres Mitgefühls erweitern, bis er alle lebenden Wesen und die gesamte Natur in all ihrer Schönheit umfasst." - Albert Einstein


Deswegen ist es wichtig, nicht nur sich zu betrachten, sondern sich in eine kollektive Denkweise hinein zu begeben. Und deswegen erfährst du jetzt auch, wie du Deinen EQ erhöhen und Deine emotionale Intelligenz trainieren kannst.


6. Emotionale Intelligenz trainieren und EQ erhöhen

6.1 Schaffe innere Balance

Bevor Du die Gefühle anderer verstehen und deuten kannst, musst Du zuerst Dich selber und Deine Emotionen verstehen. Dabei verhält es sich wie mit dem Lieben. Man muss zuerst sich selbst lieben, bevor man jemand anderen lieben kann.

Damit ist also die realistische Einschätzung Deiner eigenen Persönlichkeit, also das Erkennen und Verstehen Deiner eigenen Gefühle, Bedürfnisse, Motive und Ziele, aber auch das Bewusstsein über Deine persönlichen Stärken und Schwächen gemeint. Es geht darum, Dich selbst gut zu kennen, um einschätzen zu können, was Du brauchst und wo Du noch an Dir selbst arbeiten musst.

Innere Balance

Stress und Hektik des Alltags bringen unser Inneres schnell aus dem Gleichgewicht, daher sind gewisse Auszeiten zwingend erfolgreich um ausgeglichen zu sein.

Um Gefühle bei anderen richtig erkennen und verstehen zu können, benötigt man zuerst selber eine gewisse emotionale Balance. Denn wie Du bestimmt weißt, tragen unsere eigenen Gedanken und unsere innere Einstellung dazu bei, wie wir unsere Realität wahrnehmen.

So verhält es sich auch in diesem Fall. Denn wenn man nämlich unausgeglichen ist, kann man auch keinen neutralen Blickpunkt einnehmen und würde durch eine Brille beschlagen mit dem eigenen Gefühlschaos schauen und eine veränderte Sicht auf die Realität haben.

Die Basis ist also zuerst seine eigenen emotionalen Blockaden zu lösen und mit sich selber ins Reine zu kommen. Hinterfrage dazu Deine Gefühle. In welcher Situation kommen bei Dir welche Gefühle hoch? Wie verhältst Du Dich in solchen Situationen? Versuche Dich bei Gefühlsausbrüchen selbst unter Kontrolle zu halten, Dich zu beruhigen und herauszufinden, welche Ursache diese haben.


Zur emotionalen Intelligenz gehört es, bei negativen Stimmungen und Emotionen kontrolliert und bewusst zu reagieren und nicht impulsiv zu handeln und den Gefühlen das Denken zu überlassen.

Eine sehr gute Methode, um auf seine eigenen Gefühle eingehen zu können, ist es, sich mit sich selber zu unterhalten. Selbststeuerung wird die Fähigkeit bezeichnet, die eigenen Gefühle und Stimmungen durch einen inneren Dialog zu beeinflussen und zu steuern. Mit dieser Technik sind wir unseren Gefühlen nicht mehr nur einfach ausgeliefert, sondern können sie bewusst beeinflussen. Durch regelmäßige Meditation kannst Du genau das trainieren. Besonders hilfreich ist hier die Metta-Meditation.

Wenn uns etwas wütend macht, können wir mit uns selbst sprechen und sozusagen therapieren. Denn wenn wir uns selbst Fragen stellen, gehen wir einen Schritt aus der Ich-Perspektive hinaus und verändern sozusagen unseren Blickwinkel. Wir aktivieren dadurch unseren Higher Mind und können so Informationen aus einer höheren Ebene empfangen. Dadurch erweitern wir unsere Sicht auf die Dinge und können neue Erkenntnisse erlangen und uns selbst beruhigen und angemessener reagieren. Wir greifen so quasi auf das Feld der Akasha Chronik zu.

Des Weiteren kannst Du auch die Wirkung deiner Gefühle auf deine Umgebung beobachten. So entwickelst Du eine Art von Selbstbewusstsein. Ein wichtiger Aspekt der emotionalen Intelligenz ist nämlich eine vergleichsweise objektive Blickweise auf sein eigenes Handeln und dessen Wirkung auf seine Umwelt zu haben.

6.2 Beobachte Dein Umfeld

Nachdem Du eine gewisse emotionale Balance aufgebaut hast, kannst Du anfangen mehr Aufmerksamkeit auf dein Umfeld zu legen. Beginne dazu einfach Dein Umfeld und Deine Mitmenschen zu beobachten. Achte auf ihre Ausdrucksweise, ihr Auftreten und ihre Gefühle und wie sie diese wiedergeben. Zeigen sie diese offen und deutlich oder verstecken sie ihre Emotionen?

Ein guter Zuhörer

Einen guter Zuhörer wird meist sehr geschätzt und kennzeichnet z.B. dadurch aus, dass er aktiv Fragen stellt.

Du musst ein Gespür, eine Art emotionale Sensibilität entwickeln. Wichtig dazu ist es, feinfühlig zu sein. Achte dazu auf Deine Mitmenschen und gehe auf sie ein. Frage sie wie es ihnen wirklich geht und was ihnen gerade zu schaffen macht.

Desto mehr Du zuhörst und Dich unterhältst, desto mehr wirst Du über die Menschen und ihr Verhalten erfahren. Habe keine Angst, wenn Du eher ein introvertierter Mensch bist. Du musst nicht viel reden können, es ist meist sogar besser, ein guter Zuhörer zu sein. Alleine durch das Beobachten an sich wirst Du viel über das Verhalten der Menschen erfahren können.


Die soziale Kompetenz spielt bei der emotionalen Intelligenz eine sehr große Rolle. Unter sozialer Kompetenz versteht man z.B. die Fähigkeit Kontakte und Beziehungen zu anderen Menschen zu knüpfen und solche Beziehungen auch dauerhaft aufrecht erhalten zu können. Gemeint ist also ein gutes Beziehungs- und Konfliktmanagement, aber auch Führungsqualitäten oder das Vermögen, funktionierende Teams zu bilden und zu leiten.

Ein großer Teilaspekt von der sozialen Kompetenz ist die Empathie. Empathie ist das Einfühlungsvermögen. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sich in die Gefühle und Standpunkte anderer Menschen hineinversetzen zu können und angemessen darauf zu reagieren. Wichtig ist es, Mitmenschen in ihrem Sein wahrzunehmen und zu akzeptieren. Dabei muss akzeptieren nicht gleich automatisch gutheißen bedeuten.

Würde man jedoch andere Menschen verurteilen oder gar verachten, würde man damit ein Teil von sich selber ablehnen. Denn nach dem Prinzip "Wie innen so außen und wie außen, so innen", ist jeder Aspekt, den wir in unserer Umwelt wahrnehmen, sei es positiv oder negativ, ein Teil unseres Selbst. Das heißt eine Eigenschaft, die wir bei einem anderen verurteilen, könnte beispielsweise etwas sein, das wir ebenfalls unbemerkt in uns tragen.

Wichtig ist es also, andere Menschen zu akzeptieren, das heißt ihnen mit Respekt entgegenzutreten und Verständnis für ihr Tun und Denken zu haben.

Alles klar, wenn Du nun also erfahren möchtest, wie hoch Dein EQ ist, dann mach doch gerne einfach kostenlos bei dem Test mit. Schreib uns doch in die Kommentare, was bei Dir rausgekommen ist oder was Du allgemein zu sagen hast. Mich interessiert Deine Meinung brennend!

Und dann würde ich sagen, sehen wir uns im nächsten Beitrag wieder, indem wir unser Bewusstsein weiter entfalten und unserem HigherMind einen Schritt näher kommen. Ciao.

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  • Heyhey,
    hast Du noch Anregungen oder Ergänzungen zum Artikel? Ich freue mich auf Deinen Beitrag!

    Hast Du den Test mitgemacht? Was war Dein Ergebnis? 🙂

    LG Dein Andreas

    • Bei mir kam hoher EQ. Manchmal fühle ich mich wie vom anderen Stern. Ich habe herausgefunden wie ich emotionale Blockaden bei mir löse. Der EmotionsCode hilft mir dabei sehr.

    • hi Andreas,
      Bei mir kam ein hoher EQ heraus. Dieses liegt zum einen in der Natur zum anderen in der Lebenserfahrung ,Privat wie Beruflich. Arbeite viel mit Menschen … und ich lerne immer noch mit viel Freude dazu ….
      LG Gabriela

  • Bei mir kam ein hoher EQ raus.
    Was ich schwierig finde,die eigenen Gefühle rauszulassen,grade in der Liebe. Ich weiß nicht, wie ich sie lösen kann,wenn es mir schlecht geht. Einige Tipps dazu wären toll.

  • Hi Andreas,

    mein Testergebnis: Überdurchschnittlicher EQ

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