Wie Du mit dem Gesetz des Gleichgewichts in Harmonie lebst

Es gibt treibende Kräfte im Universum, die das komplette Leben hier ermöglichen. Diese Urkräfte wirken ähnlich wie die physikalischen Gesetze unserer Erde. Sie sind immer gültig. Allerdings handelt es sich hier eher um geistige Gesetze, die unser Bewusstsein entstehen, formen und beeinflussen. Diese Gesetze werden auch hermetische Gesetze genannt. Insgesamt gibt es 7 davon. Bekannte Gesetze sind zum Beispiel das Gesetz der Anziehung oder das Gesetz der Schöpfung. In diesem Artikel schauen wir uns nun das siebte dieser Gesetze, nämlich das Gesetz des Gleichgewichts an. Genau wie seine Vorgänger, ist auch dieses Gesetz eine tragende Urkraft des Universums.

Alles ist im Gleichgewicht

Dieses Gesetz besagt, dass das Universum ist stets darum bemüht ist, sich dem perfekten Gleichgewicht anzunähern. Denn alles, wie es genau in diesem Moment ist, ist genau richtig so und muss auch so sein. Es könnte gar nicht anders ein, denn dann wäre es eben nicht im Gleichgewicht. Dieser eine Moment ist also bereits vollkommen. Es musste alles so sein, wie es war, damit es im Gleichgewicht ist.

Jedes Lebewesen steht in ständiger Wechselwirkung zu seiner Umwelt und zusammen bilden sie ein ökologisches Gleichgewicht. Es entsteht aus einem ausgeglichenen Abhängigkeits- und Beziehungsgefüge zwischen allen Lebewesen und ihrem Lebensraum. Die Natur ist immer im Gleichgewicht, selbst wenn sie durch die abwechselnden Aufs und Abs Schwankungen unterliegt.

Diese Erkenntnis war schon vor 2500 Jahren im Daoismus bekannt. Yin und Yang, also männlich und weiblich, sind die beiden Kräfte, die sich gegenseitig kompensieren. Ur zusammen können sie ein Gleichgewicht schaffen. Yin ist die aufsteigende, männliche Kraft, wohingegen Yang eine absteigende weibliche Kraft ist. Nur durch ihren gegenseitigen Wechsel kann neues Leben geboren werden. Dies ist die größte Schöpferkraft, da dies die einzige Kraft ist, die Leben erschaffen kann.

Unendlichkeit wissenschaftlich erklärt

Unendlichkeitszeichen: Aller Anfang hat ein Ende. Jedes Ende hat einen Anfang. 

Dies ist einer der fundamentalsten Vorgänge des Universums. Es strebt stets nach einer gleichmäßigen Verteilung. Physikalisch lässt sich das auch durch die sogenannte Entropie erklären. Dies beschreibt eine gleichmäßige Verteilung von Stoffen, Molekülen oder Atomen im Raum. Gemeint ist, dass im Laufe der Zeit Ordnung in Unordnung zerfällt und sich gleichmäßig im Raum verteilt. Angenommen, wir stehen vor einem Pool, welcher mittig durch eine Trennwand in zwei Teile geteilt wird. Schütten wir nun in den einen Teil eine gelbe und in den anderen Teil eine blaue Flüssigkeit, entsteht eine ordentliche Trennung. Entfernen wir jedoch die Trennwand, vermischen sich die beiden Flüssigkeiten. Es wäre nur unter großer Kraftanstrengung möglich, die Flüssigkeiten wieder zu trenne. Diese Unordnung ist in diesem Moment das Gleichgewicht.

Anders verhält es sich jedoch bei uns Lebewesen. Alle Vorgänge im Körper wirken nämlich dem natürlichen Verfall entgegen. Die Kraft des Lebens wirkt der universalen Kraft entgegen und verhindert, dass der Körper zerfällt. Eine enorme Energieaufwendung hält unseren Körper also am Leben, zumindest bis wir keine Energie mehr aufnehmen und sterben. Diese Kraft lässt also Ordnung entstehen und erschafft, wohingegen die Kraft des Universums vernichtet und Unordnung entstehen lässt. Und nur, wenn diese im Gleichgewicht sind, kann unser Körper leben.

Zu Beginn unseres Lebens ist die erschaffende Kraft größer. Dies kann zu diesem Zeitpunkt also Ungleichgewicht im Gleichgewicht bezeichnet werden. Dann stellt sich ein Gleichgewicht ein, sodass wir leben können. Irgendwann endet unser Leben, wenn die vernichtende Kraft durch ein Ungleichgewicht im Gleichgewicht Überhand gewinnt. Und was passiert dann? Richtig, damit sich wieder ein Gleichgewicht einstellen kann, muss erneut ein Ungleichgewicht im Gleichgewicht erzeugt werden, indem eine erschaffende Energie neues Leben schenkt. Dieser Kreislauf wiederhol sich dann unendlich lange. Dies zeigt: Aller Anfang hat ein Ende. Jedes Ende hat einen Anfang.

Ewigkeit und Unendlichkeit sind auf Verstandesebene kaum vorstellbar. Wie möchte man sich etwas vorstellen, was keinen Anfangspunkt und keinen Endpunkt hat? Unendlichkeit lässt sich nicht aufteilen. Ähnlich wie der Raum, ist auch die Zeit in beide Richtungen unendlich. Zeiträume können unbegrenzt kurz, wie auch unbegrenzt lang sein. Egal welchen Punkt wir in einem Zeitabschnitt als Ausgangspunkt wählen, die Unendlichkeit der Zeit erstreckt sich in beide Richtungen gleich lang. Die ganze Unendlichkeit dieser ineinander verschachtelten Welten existiert gleichzeitig. Das Zentrum des Universums findet sich gleichzeitig in jedem Punkt, denn jeder beliebige Punkt ist von allen Seiten von der gleichen Unendlichkeit umgeben, und alle Ereignisse finden gleichzeitig statt.

Führe ein Leben in Harmonie

Harmonie bedeutet ein Gleichgewicht zwischen männlich (Yin) und weiblich (Yang).

Ob es nun unendlich lange so weitergehen wird, oder es irgendwann ein Ende hat, können wir als innere Betrachter nicht beantworten. Wir sind einfach nur ein Punkt innerhalb des Koordinatensystems und können von diesem Punkt nicht außerhalb des Koordinatensystems blicken. Und dennoch können wir uns dieses Gesetz zu Nutze machen und auf unser eigenes Leben anwenden. Erinnern wir uns an die beiden treibenden Kräfte im Universum, die unser Leben hier erst ermöglichen. Zum einen wäre das die erschaffende Kraft und zum anderen die vernichtende Kraft. Sie streben nach ständiger Harmonie und Gleichgewicht und dennoch erreichen sie es nie.

Dies sind die beiden männlichen und weiblichen Komponenten, nämlich Aufbau und Abbau, Aktivität und Passivität, Leben und Tod. Diese Kräfte fließen in jedem von uns, unabhängig des Geschlechtes. Jeder Mann hat Aspekte der männlichen Kräfte und Aspekte der weiblichen Kräfte. Diese beiden Kräfte streben nach ewigem Gleichgewicht und Harmonie. Aus diesem Grund wird das Gesetz auch oft als „Gesetz der Geschlechtlichkeit“ betitelt. Jede Frau und auch jeder Mann besitzt diese aufsteigende, aktive Kraft, die man als männlich bezeichnen könnte. Mit ihr kommen Eigenschaften wie Lösungsorientiertheit, Ziele erreichen, Probleme lösen. Jede Frau und jeder Mann besitzt aber auch die weibliche, absteigende Kraft, welche Fantasie, Kreativität, Mitgefühl und Empathie verleiht. Und beide Kräfte sind stets um Ausgleich bemüht, sodass weder die eine, noch die andere die Oberhand gewinnen kann.

Viele Menschen, die Veränderung anstreben und Ziele erreichen wollen, haben leider folgenden Gedanken verinnerlicht: „erst, wenn ich dieses Ziel erreicht habe, dann bin ich endlich glücklich.“ Sie erkennen nicht, dass sie genau in diesem Moment ein Ungleichgewicht haben, was sie ausgleichen sollten. Denn die wahre Harmonie, das Gleichgewicht, das jeder von uns anstrebt, kann man nur erhalten, indem man es im Inneren findet. Diese Harmonie kann nur dadurch geschaffen werden, dass beide Kräfte, also die aufsteigende und die absteigende Kraft, ausgewogen und im Gleichgewicht bleiben. Tust Du Dinge nur mit der Absicht, dass Du noch nicht ausreichend bist und noch mehr machen musst? Tust Du Dinge, weil andere es tun oder verlangen? Tust Du Dinge, weil Du denkst, dass man etwas Besonderes haben muss, um etwas besonderes zu sein? Oder denkst Du, dass man nur, wenn man etwas Besonderes macht, besonders sein kann?

Harmonie und Ausgeglichenheit kommt dann, wenn man einfach in diesem einen Moment wirklich ausgeglichen ist. Wenn Du weder tust, um etwas zu werden, noch haben willst, um etwas zu sein. Es ist nicht notwendig, dass Du deine Ziele oder Lebensvision erreichst, viel wichtiger ist, dass dich der Weg dorthin erfüllt und dich glücklich macht. Dass Du im Hier und Jetzt ausgeglichen bist und nicht erst, wenn Du etwas Besonderes erreicht hast. Das ist der wahre Schlüssel zu einem ausbalancierten Leben. Dies ist unser ursprünglicher, natürlicher Geisteszustand. Denn eigentlich bist Du schon vollkommen. Deine männlichen und weiblichen Kräfte sind im Gleichgewicht. Wenn Du aus diesem Gleichgewicht gerätst, dann zeigt sich dieses Ungleichgewicht auch irgendwann in deinen äußeren Lebensumständen. Du findest wahre Harmonie und Gleichgewicht niemals im Außen oder indem Du gewisse Dinge, Techniken und Praktiken umsetzt. Es stellt sich nur ein, wenn Dein Yin und Yang in Dir im Gleichgewicht sind.

Frage Dich einfach mal selbst: welche Dinge machst Du nur, da sie Geld bringen oder um anderen damit zu gefallen? Wenn es keine Limitierungen gäbe, wäre Deine aktuelle Vision immer noch dieselbe oder ist sie nur ein Mittel zum Zweck? Gibt es sonstigen unnötigen Ballast, der Dich aus dem Gleichgewicht bringt? Kannst Du diese Dinge nicht loslassen, da sie eh nie Deinem höchsten Wohle gedient haben?

Tipps und Tricks für mehr Harmonie

Fazit: Du wendest das Gesetz des Gleichgewichts richtig an, wenn Du alles loslassen kannst, was Deinem Weg der absoluten Begeisterung nicht dienlich ist. Führe die nachfolgenden Schritte aus, um das Gesetz vollkommen für Dich anzuwenden:

  • Meditiere täglich und bringe Deinen Atem in allen Eebenen ins Gleichgewicht. 
  • Beobachte Deinen Atem immer wieder in Alltagssituationen und bringe ihn gegebenenfalls in Balance. 
  • Verbinde Dich in jeder Situation mit dem Fluss des Lebens, das Einatmen hilft Dir dabei. 
  • Lasse innere und äußere Anspannungen mit dem Ausatmen los.

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