Lotussitz lernen – wozu ist das gut?

Wer sich mit Yoga und Meditation beschäftigt, will früher oder später auch den Lotussitz lernen. Diese Meditationshaltung oder Asana wird auch „Padmasana“ genannt und ist hauptsächlich für Fortgeschrittene geeignet. Zum Lotussitz lernen brauchst Du als Anfänger ein wenig Geduld, aber Du kannst auch mit Hilfsmitteln oder Varianten dieser Sitzposition arbeiten, wenn er für dich zu schwierig ist.

Lotussitz lernen ist deshalb gut und wird häufig zum Meditieren verwendet, weil Du in dieser Position Deine Wirbelsäule gut ausgerichtet hast und diese Stellung sogar länger halten kannst. Yogis sitzen mitunter über Stunden in dieser Haltung, ohne sich dabei in irgendeiner Weise unwohl zu fühlen. Lotussitz lernen lohnt sich aber auch, weil diese Position den Geist beruhigt und die innere Ruhe fördert. Zudem ist er beim Yoga hilfreich, da er die ideale Ausgangsposition für eine Vielzahl von anderen Asanas bildet.

Yogasitz lernen – was ist dabei zu beachten?

Den Lotussitz lernen erfordert einige Übung und leider kommen auch nicht alle Interessierten mit der Position gut klar. Zunächst einmal ist das Yogasitz lernen nur etwas für Fortgeschrittene, die schon länger Yoga praktizieren, da der Lotussitz etwas Gelenkigkeit erfordert.

Du solltest nicht versuchen, den Lotussitz zu lernen, wenn folgende Probleme vorliegen:

  • Knieschmerzen
  • Hüftschmerzen
  • Knöchelschmerzen
  • Knie- oder Knöchelverletzungen
  • Verspannungen in der Leistengegend
  • Andere Haltungs- oder Wirbelsäulenprobleme

Auf gar keinen Fall solltest Du versuchen, Dich mit Gewalt in den Yogasitz zu zwingen, denn  für eine richtige Meditation ist es nicht zwingend notwendig, den Lotussitz zu lernen.

Lotussitz lernen - was ist der Lotussitz?

Der Lotos- oder Lotussitz ist eine bestimmte Meditationshaltung, die im Buddhismus und Hinduismus immer eigenommen wird. Er gehört zu den klassischen Sitzhaltungen beim Yoga.

Wie sieht der Lotussitz aus?

Der Lotussitz ist einer beliebte Meditationshaltung, da er für einen gleichmäßigen Energiefluss sorgt.

Er ist der beliebten Lotusblüte nachgebildet und sieht ähnlich aus wie der Schneidersitz. Allerdings werden dabei der rechte Fuß auf dem linken Oberschenkel und der linke Fuß auf dem rechten Oberschenkel abgelegt. Für Ungeübte wirkt das ein wenig wie eine Verknotung. Wichtig ist dabei auch, dass die Fußsohlen jeweils nach oben zeigen. Um diesen Lotussitz zu lernen, kannst Du auf der Yogamatte sitzen oder auch auf einem harten Kissen. Der Rücken und Oberkörper sind gerade und die Schultern werden leicht zurückgenommen.

Für Fortgeschrittene ohne körperliche Einschränkungen und mit guter Beweglichkeit, ist das Lotussitz lernen relativ leicht. Für Profis gibt es viele Varianten wie der umgekehrte Lotos, der gebundene Lotos oder auch das Yogasiegel sowie verschiedene Kombinationen mit Kopfstand oder Handstand.

Lotussitz lernen für Anfänger

Um den Lotussitz zu lernen, brauchst Du ein wenig Geduld und Übung, aber wir von HigherMind erklären Dir Schritt für Schritt, wie man dabei vorgeht. Solltest Du dabei Schmerzen spüren, dann hör bitte sofort damit auf, dann bist Du nicht ausreichend aufgewärmt oder gelenkig.

Und so kommst Du in den Lotussitz:

  • Setze Dich mit ausgestreckten Beinen auf den Boden.
  • Beuge das erste Bein und greife mit beiden Händen das Schienbein und leg den Fuß mit nach oben zeigender Fußsohle in Deine Leiste. Das Knie soll Richtung Boden gehen.
  • Wiederhole die Prozedur mit dem anderen Bein auf der gegenüberliegenden Seite.
  • Jetzt kannst Du für einen besseren Halt die Knie Richtung Boden drücken.
  • Anschließend legst Du die Hände auf Deine Knie und bildest mit Zeigefinger und Daumen das Chin-Mudra.
  • Versuche, Dich in die Position zu versenken und zu entspannen.
  • Der Nacken bleibt lang, das Kinn wird leicht in Richtung Brust gesenkt, die Augen werden geschlossen.
  • In dieser Position kannst Du jetzt bleiben, um zu meditieren. Vergiss nicht, dabei gleichmäßig und tief zu atmen.

Wenn es mit dem Lotussitz lernen nicht auf Anhieb klappt, musst Du Dir jedoch keine Sorgen machen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Mit fortgeschrittener Dehnbarkeit und Beweglichkeit beim Yoga wird es Dir schließlich leicht fallen, auch den Lotussitz zu lernen.

Denk dran, dass Du die Positionen beim Meditieren immer Deinem Körper anpassen kannst. Daher kannst Du statt den Lotussitz zu lernen auch eine andere Meditationshaltung einnehmen, ohne dass dies für die Meditation nachteilig ist!

Mögliche alternative Positionen sind:

  • Stuhlsitz
  • Fersensitz
  • Schneidersitz
  • Halber Lotussitz

Wichtig ist nur, dass die Position so bequem ist, dass Du sie längere Zeit problemlos halten kannst. Zudem musst Du Dein Becken und Deine Wirbelsäule ganz entspannt aufrichten können.

Lotussitz erlernen oder Alternativen nutzen

Auch bei leichten Einschränkungen der Beweglichkeit ist es aber möglich, den Lotussitz zu erlernen, indem Du auf Hilfsmittel zurückgreifst und beispielsweise einen Yogablock oder ein Meditationskissen verwendest, um darauf zu sitzen. Diese unterstützen Dich dabei, die Wirbelsäule gerade zu halten.

Außerdem kannst Du den Lotussitz lernen, indem Du als Vorstufe den halben Lotussitz benutzt. Dabei legst Du nur einen Fuß auf den Oberschenkel des anderen Beines, während das andere Bein im Schneidersitz positioniert ist. Wichtig dabei ist, dass Du abwechselst und den halben Lotus einmal mit der linken und einmal mit der rechten Seite übst.

Weitere Hilfestellungen sind auch vorbereitende Übungen wie den Schmetterling oder andere Positionen. So kannst Du langsam den Lotussitz lernen und Dich an den „vollen Lotus“ herantasten.

Übrigens: Wir haben viele Informationen über Meditation auf unserem Blog. Hier findest Du beispielsweise den ultimativen Meditations Guide oder das derzeit kostenlose Meditation Webinar zum Kennenlernen. Und das klappt auch ohne Lotussitz.


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