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Religion VS. Spiritualität – 10 heftige Unterschiede

Sonntag, 10. Februar 2019 |

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Religion und Spiritualität! Wenn ich von Spiritualität spreche, schauen mich dich meisten Menschen ganz verdutzt an. Viele sind immer noch der Meinung, dass es doch das Selbe wie Religion sei. Andere meinen ich befasse mich mit Hokuspokus, oder, dass ich irgendetwas Satanistisches mache. In diesem Beitrag zeige ich dir 10 verschiedene Unterschiede zwischen Religion und Spiritualität, damit auch du jedem Skeptiker erklären kannst, was Spiritualität wirklich ist. Viel Spaß! Bevor es losgeht möchte ich mich schonmal im Vorfeld dafür entschuldigen, dass ich in diesem Video die Religion vermutlich etwas schlecht ins Licht rücken werde. Damit möchte ich keinesfalls bestimmte Religionen angreifen oder damit sagen, dass Religionen per se schlecht sind. Es gibt viele Gemeinden in verschiedensten Religionen, die Tolles hervorbringen und ohne die unsere Welt sicherlich nicht ein solch schöner Ort wäre, wie heute. Trotzdem muss man auch den Schattenseiten ins Auge blicken können. Und genau diese Faktoren machen den Unterschied zwischen Spiritualität und Religion aus. Und diese stelle ich dir jetzt vor:

1. Religion erzählt dir von der „Wahrheit“ – Spiritualität lässt sie dich entdecken

In den meisten Religionen findet man eine heilige Schrift, die Bibel, der Koran oder Tanach. Dort wird die eine Wahrheit kommuniziert, die sich jedoch von allen anderen unterscheidet. Jede Religion versucht ihre Wahrheit zu vermitteln. Andere Ansichten werden nicht toleriert. Anders ist es in der Spiritualität. Hier gibt es kein Schriftwerk, das dir sagt, was richtig oder falsch ist. Du selbst darfst andere Schriftwerke studieren, um die eigene Wahrheit, die individuell für dich gilt, zu entdecken.

2. Religion sagt, wie du dich zu verhalten hast – Spiritualität sagt, dass du sein sollst, wer du bist.

Bestimmte Verhaltensnormen in Religionen sind sehr üblich. Christen haben keinen Sex vor der Ehe, Muslime dürfen kein Schweinefleisch essen, Juden müssen fasten, der Buddhist darf keiner Fliege etwas zu Leide tun. Dies sind nur ein paar Beispiele. Jede Religion versucht ihren Anhängern viele Verhaltensweisen aufzuzwängen – egal, ob sie gut oder schlecht sind. In der Spiritualität ist alles erlaubt. Jeder Mensch darf seine eigenen Verhaltensweisen festlegen.

3. Religion lehrt Regeln und Gebote – Spiritualität hat keine

Wer sich nicht an die 10 Gebote hält, der wird gesteinigt. Wer Sünde begeht, der kommt in die Hölle. Auch im Islam sollen laut dem Koran Ungläubige verfolgt werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, dem drohen schlimme Strafen. Anders ist es in der Spiritualität. Hier ist alles erlaubt. Hier wird Karma großgeschrieben. Spirituelle Menschen verstehen: wer Gutes tut, dem wird Gutes widerfahren. Wer anderen Menschen leid zufügt, der wird selbst vom Leid verfolgt.

4. Religion verlangt, den Wegen anderer zu folgen – Spiritualität lässt euch eure eigenen Wege erschaffen

Jesus fand den Weg der Nächstenliebe. Buddha den Weg der goldenen Mitte. Mohammed ist der Bringer des Friedens. In jeder Religion werden immer die gleichen Wege vorgestellt, an die man sich ebenfalls halten soll. In der Spiritualität weiß man jedoch, dass jeder Mensch seinen eigenen Weg finden muss. Schließlich mussten Jesus, Buddha oder Mohammed ebenfalls ihren Weg finden. Warum auch nicht wir?

5. Religion basiert auf Angst – Spiritualität auf Liebe

Wer die Bibel oder den Koran mal liest, der wird vermutlich geschockt sein, wie viel Gewalt darin vorkommt. Diese Bücher sind voll von grausamen Geschichten, negativen Wörtern und angsteinflößenden Sätzen. Dies wirkt sich drastisch auf das Verhalten der Anhänger aus. Sie fürchten sich davor, etwas falsch zu machen. Sie haben Angst davor, dass Gott oder Allah sie bestrafen wird. Anders ist es in der Spiritualität, hier konzentriert man sich auf den Gegenpol, auf die Liebe. Hier konzentriert man sich auf das Positive und blickt nach vorn voller Hoffnung und Zuversicht, anstatt sich voller Angst hinter seinen Möglichkeiten zu verstecken.

6. Religion ist von anderen Religionen getrennt – Spiritualität vereint sie

Ist dir schonmal aufgefallen, dass Religionen sich von anderen abgrenzen? Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte herrscht Krieg zwischen den Religionen. Die alten Ägypter führten ihre Kriege aufgrund unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Das Christentum führte im 16. Jahrhundert, zu Zeiten der Revolution, einen langjährigen Krieg. Bis heute ist das Christentum gespalten. Genauso wie der Islam. Heute bekriegen sich immer noch die Schiiten und die Sunniten und kein Ende ist bislang in Sicht. Die Spiritualität sucht hier nicht nach Unterschieden, sondern nach Gemeinsamkeiten. Hierbei versucht man Kerngedanken aus verschiedenen Religionen herauszukristallisieren und so sein eigenes großes Bild der Wahrheit zu schaffen. Jeder der eine andere Meinung oder eine andere Sichtweise hat, ist willkommen. Spirituelle Menschen wissen, dass andere Sichtweisen sie inspirieren können.

7. Religion macht dich zum Diener Gottes – Spiritualität zeigt dir, dass du Gott bist.

In vielen Religionen bittet man Gott um Hilfe, huldigt ihm und befolgt die vorgegebenen Rituale. Man betet, man leidet und man wartet bis sich etwas durch Gottes Hand ändert. In der Spiritualität ist Gott nicht im Äußeren zu finden, sondern Gott ist in deinem Inneren. Du bist Gott, du bist der Schöpfer deiner Realität und du bist auch selbst für dein Schicksal verantwortlich. Hier ist es nicht erforderlich, dass du Gott anbetest, ihm Opfer darbietest oder seinen Zorn durch Beichten linderst. In der Spiritualität gibt es keinen Gott in dieser Hinsicht.

8. Religion hält dich in der Gemeinschaft fest – Spiritualität macht dich frei

Wer aus der Kirche austritt ist kein Christ mehr, wer Allah den Rücken zukehrt, wird von der Gesellschaft verstoßen. Menschen die anderer Meinung sind, werden ausgegrenzt. Die Religion versucht dich mit allen Mitteln festzuhalten und jagt dir ein ganz schlechtes Gewissen ein, wenn du sie verlässt. Die Spiritualität hingegen macht dich frei. Sie erlaubt dir andere Religionen zu erkunden, unterschiedliche Bräuche zu leben und ein Leben nach deinen Wünschen zu gestalten. Die Spiritualität ist keine Vereinigung oder Gemeinde. Die Spiritualität ist eine Art Lebenseinstellung.

9. Religion konzentriert sich auf die Vergangenheit und Zukunft – Bei der Spiritualität geht es um den gegenwärtigen Moment

In vielen Religionen erzählt man von vergangenen Geschichten, die einem dabei helfen sollen die eigene Zukunft zu verbessern. Leider wird hierbei oft der Moment im hier und jetzt übersehen! Dies ist doch der einzige Moment in dem wir unser Glück wirklich in den Händen haben. Nur jetzt können wir handeln, nur jetzt können wir unser Leben zu einem besseren machen. Klar ist die Vergangenheit wichtig, um aus ihr zu lernen und die Zukunft, damit man seinen Weg gehen kann. Wer aber in der Vergangenheit lebt, lebt ein Leben voller Ängste und wer ein Leben in der Zukunft lebt, lebt ein Leben voller Sorgen.

10. Religion ehrt andere – Spiritualität ehrt dich!

Jede Religion hat ihre Figuren, die von ihren Anhängern verehrt werden. Ob Jesus, Mohammed, Krishna oder Martin Luther. Ständig wird von ihnen und ihren Taten gepredigt. Wir sollen uns doch ein Vorbild an ihnen nehmen. Dies ist auch super, allerdings vergessen viele Religionen das Wichtigste! Die Ehrung seiner Selbst. Hier wird nicht versucht das Wunder in anderen zu sehen, sondern das Wunder in sich selbst. Nur wer sich selbst ehrt und seinen Weg findet, der kann wirklich etwas Großes in der Welt vollbringen.


Du siehst also, Religion hat so seine Schwächen. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum viele Religionen in unserer Zeit immer unpopulärer werden und warum sie teilweise sogar verachtet werden. Ich denke langsam kommt der richtige Zeitpunkt, an dem die Spiritualität einen neuen Stellenwert in unserem Leben erhält. Die Spiritualität beginnt dort, wo Religion endet! Sie verbindet uns, sie hilft uns dabei unser volles Potential zu entfalten. Sie hilft uns dabei die Welt zu verändern, mehr Frieden in die Welt zu bringen, mehr Liebe zu teilen. Wie du sehen kannst, ist die Spiritualität eine Lebenseinstellung, die jedem helfen kann. Dies muss nicht heißen, dass jeder seiner Religion entsagen soll. Ich möchte damit lediglich sagen, dass wahre Religion nicht ohne Spiritualität auskommt. Spiritualität kann aber auch ohne Religion auskommen! Spiritualität ist etwas, worauf Religionen stützen. Die Basis jeder Religion. Das was alle Religionen miteinander vereint. Lasst uns deshalb das machen, was uns alle Religionen versuchen zu lehren. Das was uns Jesus, Buddha, Krishna oder Mohammed versuchte mitzuteilen: Der Schlüssel steckt in der Liebe! Lasst uns diese gemeinsam von innen nach außen tragen! Hey, ich weiß, dieses Thema ist sehr kontrovers und viele werden entweder meiner Meinung voll zustimmen oder voll dagegen sein. Ich freue mich dieses Mal besonders auf eine hitzige Diskussion in den Kommentaren. Wer weiß, vielleicht können wir uns alle gegenseitig inspirieren … Ich bin schon sehr gespannt! Dann würde ich sagen, sehen wir uns in nächsten Beitrag wieder, indem wir unser Bewusstsein weiter entfalten und unserem HigherMind einen Schritt näher kommen. Ciao

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  1. Ich kann mich den meisten Punkten leider nicht, oder nicht uneingeschränkt anschließen. Wer mit Religion ein Problem, welcher Art auch immer, hat, der wird immer ein Haar in der Suppe finden und alles was von dort kommt ablehnen, oder zumindest anders auslegen. Wer Religion jedoch einmal „erfahren“ hat und das kann man nicht erklären, so wie man manche spirituellen Weisheiten auch nicht lernen, sondern nur erfahren kann, der weis wie viel daran ebenso wahr ist, wie an manchen (und nicht allen) spirituellen Erkenntnissen.

    Andi ist hoffentlich auf einem guten Weg. Inwieweit er seine Lehren selbst erfahren hat, oder hier nur denen Anderer folgt kann ich nicht beurteilen. Selbst die Philosophie eines Siddharta Gauthama wird heutzutage oft wie eine Religion praktiziert, wenn auch als eine ohne Anbetung an ein höheres Wesen. Dabei war das so nie von diesem gedacht. Und die Worte eines Patanjali, welche sich um die Existenz eines Wesens welches sogar als Gott bezeichnet wird, drehen, sind eher eine Geistesschulung, denn eine Religion.

    Ganz so einfach ist es leider nicht, Herr Schwarz.

    • Das finde ich auch absolut toll, dass du deine Meinung hier im Kommentar verfasst!
      Ich stimme dir voll zu, dass man Religion oder Spiritualität erfahren muss! Wer welchen Weg wählt, ist jedem natürlich selbst überlassen. Da gibt es kein richtig und kein falsch! Jeder Mensch ist individuell und aus jeder Anhängerschaft geht tolles hervor!
      Das es nicht so einfach ist, ist mir gewiss klar! Dennoch ist es ein Anfang, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen 🙂

  2. Hallo Andi, also als Erstes vielen Dank dafür, dass man bei Dir auch lesen kann, was in Deinen Filmen zu sehen und zu hören ist. Ich mag lieber lesen und dabei mitdenken und mitfühlen, Filme sind nicht so mein Ding und ich hätte schon längst Deinem Kanal den Rücken gekehrt, gäbe es nur Filme und das wäre ja durchaus schade.

    Nun zu Deinem Thema heute. Etwas Neues gesagt hat es mir nicht, ist aber dennoch wertvoll, weil es klar auf den Punkt bringt, was in mir eher so herum schwirrt. Religion oder Spiritualität. Meine Wahl fiel/fällt ganz klar auf Spiritualität. Religion erlaubt mir keine eigene, von mir mögliche Weiterentwicklung. Ich konnte nie eine finden, die zu mir und meinen Wertvorstellungen passte und diese auch lebt. Zu viel „Muss“ in etwas, das doch Frieden, Liebe, Glück bringen sollte. Und dann fand mich die Spiritualität. Wie und warum auch immer, plötzlich war sie da. Mein Blickwinkel über die Welt, das Leben, mein Leben änderte sich total. Plötzlich war ich frei und offen. Und ja, ich darf Elemente verschiedener Philosophien mischen. Über den Schamanismus kam ich zum Buddhismus und verstand es lange nicht, bis ich begriff, dass es nicht darum geht, etwas Bestimmtes zu befolgen, sondern zu schauen, was brauche ich, was ist wichtig für mich, für meinen Weg, für meine Weiterentwicklung, für meine Wertvorstellungen, die ich immer hatte, aber nie so wirklich bewusst leben konnte. Die Philosophie des Buddhismus hat es mir angetan, aber ich brauche keine Tradition, keine Anbetungen, Verehrungen, ich tue das, was mir gut tut. Ich lasse mich leiten von Buddhas Lehren, ohne ein Dogma drin zu sehen. Buddha hat gesagt, hinterfrage alles und schau, ob es das Richtige für dich ist. So ist er mein Wegweiser geworden und ich fühle mich frei, auch in andere Richtungen zu schauen und immer wieder neu zu entscheiden, wo ich hin will. Und gelingt es nicht, alle Regeln zu befolgen, was ja wirklich nicht so einfach ist, dann ist das einfach so. Ich brauche nur die Liebe dazu zu nehmen und Verständnis und Mitgefühl und so bin ich frei, mich weiter zu entwickeln, Fehler haben zu dürfen. Kein Zwang, kein Drang, keine Angst, nur Liebe und Verständnis. Und Dankbarkeit. Und keine Gewalt.

  3. Schön dass du das mal ansprichst! Ich muss sagen ich bin ganz deiner Meinung. Auch schön das du dich dazu entschlossen hast. Top!

  4. Hallo Andreas,
    DAS ist dass Beste was ich zu diesem Thema je gelesen habe.
    Ich habe lange gesucht und in verschiedenen Glaubensgemeinschaften versucht meinen Platz und meinen Frieden zu finden.
    Bis ich merkte das genau dieses Regelwerk, das jeder Gemeinschaft zugrunde liegt, mich davon abhielt wirklich meinen ganz
    eigenen Weg und damit meinen Seelenfrieden zu finden.
    Heute lebe ich frei und ohne Angst das was mir wichtig ist und das Leben könnte nicht schöner sein.
    Es braucht Mut aus einer Gemeinschaft, wie auch immer die sich nennt (Familie z.b), auszusteigen aber es lohnt sich.
    Sehr gut das du den Mut gefunden hast diesen Artikel zu posten und es so klar zu benennen!

  5. Ich bin voll deiner Meinung, für mich gibts da gar nichts zu diskussieren.

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