Wahres Selbst endecken durch schattenarbeit

Schattenarbeit – Wahres Selbst entdecken (beste Übung)

Schatten sind unsichtbare Energien durch die wir falsche Entscheidungen treffen oder uns ungewollt negativ verhalten. Wenn wir lernen diese Schatten zu heilen, können wir sie in positive Energie verwandeln, zu einem Teil von uns machen und uns wieder Ganzheitlich fühlen. Dann wird unser Leben nicht mehr so stark von unserem Unterbewusstsein bestimmt, sondern wir können unsere Entscheidungen bewusster treffen. Was diese Schatten genau sind und wie Du durch Schattenarbeit Dein wahres Selbst besser kennenlernen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag.

1. Was ist Schattenarbeit genau?

Jeder Mensch malt sich ein Bild von sich selbst. Doch dieses Bild ist nicht vollständig. In der Realität sieht es so aus, dass wir unser Ich haben und dieses Ich noch von einem Schatten umgeben ist. Wir sind also nicht nur das, was uns über uns selbst bewusst ist, sondern auch das, was uns unbewusst ist.

verzerrtes Selbstbild

Wir nehmen unser Selbstbild verzerrt wahr. Gute Dinge nehmen wir an, schlechte wandern in den Schatten.

Wir nehmen gerne unsere guten Eigenschaften an uns lassen sie teil unseres Selbstbildes werden. Die Schlechten aber, wandern eher ins Unbewusste und werden teil unseres Schattens. Ohne es zu merken, beeinflusst dieser Schatten ebenso unsere Entscheidungen und Verhaltensweisen im Alltag. Vielleicht hast du ja schonmal etwas von „inneres Kind heilen“ gehört. Die Schattenarbeit ist hier recht ähnlich. Doch es gibt ein paar wesentliche Unterschiede.

Die Schattenarbeit fundiert zu einem großen Teil auf den Annahmen von C. G. Jung. Er hat erkannt, dass wir positive als auch negative Persönlichkeitsaspekte in uns tragen, doch vermehrt die negativen unterdrücken und verdrängen. Somit glauben wir vielleicht ein ehrlicher Mensch zu sein, doch wir nehmen unsere unbewussten Lügen nicht wahr.

C.G. Jung Portraitbild

Schattenarbeit basiert auf den Entdeckungen von C. G. Jung

Vielleicht glauben wir ein bewusstes Leben zu führen, rauchen aber oder ernähren uns ungesund. Vielleicht ist man der Meinung ein hilfsbereiter Mensch zu sein, doch lässt oft seine liebsten Mitmenschen im Stich, ohne es zu merken. Sicherlich kennst Du einige Menschen, die ein solches oder sogar ein extrem verfälschtes Selbstbild haben. Alle Mitmenschen nehmen es zwar wahr, doch die Person selbst, kann ihren eigenen Schatten nicht sehen.  

Doch das war nicht immer so. Als Kleinkind haben wir beispielsweise noch alle unsere Gefühle und Emotionen direkt zum Vorschein gebracht. In einem Moment haben wir noch gelacht und uns gefreut und im nächsten Moment waren wir schlagartig ängstlich oder traurig. Wir haben uns nicht verstellt und unsere Gefühle so ausgelebt, wie sie kamen. Man könnte auch sagen, wir sind von den Veranlagungen her, in voller Gänze auf die Welt gekommen. Hier haben wir unsere Schattenaspekte noch wahrgenommen und ausgelebt.

Doch wenn wir älter werden, ändert sich das. Ein großer Grund dafür liegt in der Gesellschaft. Sie gibt vor, was gut und was schlecht ist, was angebracht und unangebracht ist. Damit verändert sich auch die Sicht auf uns selbst, also unser Selbstbild und wir identifizieren gewisse Verhaltensweisen und Teile unsere Persönlichkeit als gut oder schlecht. Und die, die wir nicht für wahr haben wollen, werden zu unserem Schatten.

Schatten wirken sich unbewusst auf uns aus

Unsere Schatten können unsere Entscheidungen im Alltag beeinflussen.

Wir blenden sie aus, doch sie sind immer da und folgen uns auf Schritt und Tritt. Unser Selbstbild wird verfälscht und unsere Verhaltensweisen und Entscheidungen werden immer mehr von diesem unbewussten Schatten beeinflusst. Besonders anfällig sind die Persönlichkeitsaspekte die mit Angst, Schwäche, Wut, Zorn, Neid oder Geiz zu tun haben. Besonders die, die uns von der Gesellschaft als schlecht, böse oder nicht normal eingetrichtert wurden.

Der Arzt Rüdiger Dahlke sieht eine große Gefahr darin, wenn wir uns von diesen "Schatten" abkoppeln und diese nicht wahrhaben möchten. Wir können diese zwar kurzzeitig unterdrücken, jedoch werden sie nicht verschwinden. Sie werden Teil unseres Unterbewusstseins und tauchen in anderen Situationen wieder auf. Gerade in Situationen, in denen wir überfordert oder unbewusst sind. Dann kann uns schonmal die Sicherung durchbrennen oder unangebrachtes Verhalten zu Tage kommen. Diese Zurückhaltung kostet uns enorm viel Energie. Es ist wie ein Staudamm, der sich auflädt und irgendwann im einem gewaltigen Ausbruch endet. Damit geht viel Lebensenergie verloren welche wir andernfalls viel besser nutzen könnten.

Eins sollte jetzt klar sein – den Schatten zu unterdrücken bringt keinen Erfolg. Es blockiert Deine Energiezentren, sabotiert Dein Leben, macht dich unsympathisch und kann zu vielen Krankheiten beitragen. Wenn wir aber durch Schattenarbeit diese angestauten und unterdrückten Energien befreien, finden wir innere Harmonie, können uns mit dem Fluss des Lebens verbinden und absolute Leichtigkeit in unser Leben bringen. Wir können alle Masken fallen lassen, unser wahres Selbstbild akzeptieren und uns Ganzheitlich fühlen.

2. So erkennst Du Deine Schatten

Der erste Schritt der Schattenarbeit ist das Erkennen der eigenen Schatten. Zu Beginn gibt es ein ganz einfaches Prinzip: Alles, was Dich auf eine gewisse Art und Weise triggert, besitzt ein Schattenpotenzial. Oft wird immer dann, wenn ein unbewusster Schattenanteil in Dir getriggert wird, etwas in Dir laut und springt an. Sprich, Du verleugnest oder bekämpfst schon ganz automatisch diesen Schatten. Doch der Kampf gegen diesen Schatten ist von außen umso sichtbarer. Deine Mitmenschen erkennen, was in Dir los ist, ohne dass Du überhaupt etwas davon mitbekommst.

schattenanteile entdecken

Welche Situationen oder Personen triggern Dich? Dort übt Dein Schatten Einfluss auf Dich aus.

Ein gutes Beispiel könnte die Situation sein, in der jemand mit einem teuren Auto an Dir vorbeifährt. Dabei könnte es sein, dass Dein neidvoller Schatten getriggert wird und Du daraufhin über solche Autos oder die Menschen darin lästerst. Du versuchst den Neid zu verdrängen, also in den Schatten zu stellen. Doch ein bewusster Mensch kann von außen ganz genau erkennen, was vor sich geht. Doch nur zu wenige Menschen trauen sich, die Schatten seines Gegenübers anzusprechen. 

Warte deshalb nicht darauf, dass Dich andere Menschen auf Deine Schattenarbeit aufmerksam machen. Und suche sie auch nicht an Dir selbst, denn so lange sie noch nicht bewusst für Dich sind, sind sie unsichtbar. Unsere eigenen Schatten können wir häufig in anderen Personen oder Situationen wiederfinden.

Findest Du den Klamottenstil einer anderen Person fürchterlich, schließt sie aus oder sprichst schlecht hinter ihrem Rücken? Dann kann das ein Anzeichen dafür sein, dass Du selbst Angst davor hast ausgeschlossen zu werden.

Findest Du Menschen mit viel Geld sofort unsympathisch? Vielleicht kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass sauer auf Dich selbst bist, weil Du gerade einem unerfüllten Job nachgehst, der schlecht bezahlt ist.

Welche Situationen oder Menschen triggern Dich am meisten? Welche Gedanken und Gefühle kommen dabei in Dir hervor? Wenn Du nun mutig in Dich blickst, dann kannst Du vielleicht die Ursache Deiner Reaktion in Dir selbst finden. Dann kannst Du Deine eigenen Schattenanteile sichtbar machen.

Hilfreich hierfür ist eine bewusste Haltung, die wir vor allem durch Meditation trainieren können. Ich möchte jetzt in diesem Beitrag keine detaillierte Anleitung dazu geben, aber wenn es Dich interessiert, können wir sehr gerne mal gemeinsam meditieren. Dazu halte ich regelmäßig Meditations-Webinare, erkläre Dir, was Du beim meditieren beachten musst und wie Du Dein Bewusstsein schärfen kannst. Das wird Dir auch bei der Schattenarbeit nützlich sein. Mache doch hier einfach einen kostenlosen Termin aus.

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3. So funktioniert Schattenarbeit richtig

Schattenarbeit dient dazu, das eigene Bewusstsein wieder ganz zu machen und zu vervollständigen. Es geht nicht darum die Schatten loszuwerden oder zu bekämpfen, sondern so zu akzeptieren und integrieren, sodass sie keinen praktischen und energetischen Schaden anrichten. 

Der erste Schritt ist wie gerade eben erklärt, das Erkennen und Wahrnehmen Deiner Schatten. Danach ist es wichtig mit Deiner "Schattenseite" in Kontakt zu kommen.

schatten annehmen

Wir müssen unseren Schatten annehmen und integrieren, anstatt versuchen ihn loszuwerden.

Die meisten von uns haben sicherlich schon einmal die Erfahrung gemacht, wie befreiend es sich anfühlt, reine Wut, Trauer oder Zorn zu empfinden und auszudrücken. Was nicht bedeutet, dass Du diese Emotionen rücksichtslos und gegen andere ausleben sollst, sondern nüchtern wahrnimmst und akzeptierst, dass sie da sind.

Stelle Dir dazu z. B. einen imaginären Dialog vor, in dem Du Deinen Schatten zulässt. Regst Du Dich beispielsweise über Deinen Mitbewohner auf, der immer überall seine Sachen liegen lässt, kannst Du Dir vorstellen wie Du einen Dialog mit ihm führst und Deine Emotionen rauslässt. 

Sage ihm das es Dich ärgert, dass er immer so verdammt unordentlich ist. Es geht darum Deine Emotionen wirklich zu spüren und zuzulassen. Dadurch musst Du mit niemanden in Wirklichkeit anecken, kannst aber Deine Emotionen besser erkennen und Ihnen den Wind aus den Segeln nehmen.

Wenn Du jetzt die Gefühle und Gedanken betrachtest und auf Dich richtest, kannst Du vielleicht erkennen, dass Du traurig darüber bist, dass Du Dich in letzter Zeit nicht mehr so gut mit Deinem Mitbewohner verstehst. Dies wolltest Du nicht wahrhaben, doch eure gegenseitige Rücksichtnahme hat sich in letzter Zeit einfach verschlechtert.

Sehe Dich und Deine Schatten bzw. Deine Schattenanteile nun nicht mehr als etwas Getrenntes oder als etwas was nicht zu Dir gehört, sondern akzeptiere es als ein Teil Deines Selbst. Nun kannst Du anstatt Dich mit Deinem Mitbewohner zu streiten daran arbeiten euer Freundschaftliches Verhältnis zu stärken und das Oberflächliche Problem mit der Unordnung wird sich schon bald wie von selbst lösen.

4. Die beste Schattenarbeit Übung

Für die einfachere Durchführung der Schattenarbeit gibt es eine Übung, die Du je nach Bedarf in Deinen Alltag integrieren kannst. Die Übung kannst Du genau dann machen, wenn Du gerade in einer Konfrontation mit einem Menschen warst oder von einer Situation überwältigt wurdest. Du kannst einen kleinen Spaziergang machen, um die Schattenarbeit durchzuführen. Suche Dir dazu eine ruhige Strecke aus, auf der Du ungestört eine Runde gehen kannst.

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Schritt 1 - Über Schatten bewusst werden

Werfe einen ganz genauen Blick auf Deine Gedanken und Gefühle. Was ist in Dir? Wut? Angst? Verzweiflung? Lass einfach alles in Dein Gewahrsein kommen. Egal was es auch sein mag. Versuche Dir einfach nur bewusst zu werden, welche Gedanken und Gefühle hervorkommen und benenne sie. Hast Du gerade einen Streit mit Deinem Vorgesetzten gehabt? Was hat er in Dir getriggert?

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Schritt 2 - Schatten erkennen

Nun kannst Du Deinen Schatten betrachten, um die Ursache Deiner Aufregung herauszufinden. Manchmal ist es dabei hilfreich seinen echten Schattenwurf anzuschauen und sich vorzustellen, es sei die andere Person oder ein anderes Ich, über das man sich gerade ärgert. Erkenne, dass ihr untrennbar miteinander verbunden seid. Deine Bewegungen wirken sich auf den Schatten aus und umgekehrt genau so.

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Schritt 3 - Schatten integrieren

Erkenne nun die Gemeinsamkeiten und den Zusammenhang. Blicke in Dein inneres Selbst und erkenne warum diese Gedanken und Gefühle wirklich hervorgetreten sind. Der wahre Grund ist nicht im Verhalten der anderen Person oder der Situation zu finden, sondern in Dir selbst. Der Schatten ist wie ein Spiegelbild deines inneren Selbst.


"Jemand der sich über Unpünktlichkeit aufregt, ist vielleicht selbst oft unpünktlich oder zu sich selbst nicht konsequent genug."


"Wer schlecht über andere spricht, denkt vielleicht auch selbst schlecht über sich und trägt Selbstzweifel in sich."


"Wer andere Menschen scharf kritisiert, kann selbst vielleicht keine Kritik vertragen, weil man selbst unerfüllt ist."


Meditation Webinar


Erkenne den Schatten als ein Teil von Dir, akzeptiere und integriere ihn. Nur so kannst Du Dein wahres Selbstbild entdecken und an Dir arbeiten. Und wie vorhin bereits erwähnt, kann Dir Meditation sehr stark dabei helfen, diese achtsame Haltung zu entwickeln. Nimm doch dazu einfach an meinem 90-minütigen Meditationstraining teil, von dem ich vorher gesprochen hab. Du kannst Dich hier kostenlos und unverbindlich anmelden. Ich freue mich auf Dich.

Vielleicht hast Du ja jetzt noch ein paar Tipps und Tricks zur Schattenarbeit. Schreib es gerne in die Kommentare und lass uns voneinander lernen. Wenn der Artikel Dir weitergeholfen hat, dann teile ihn doch gerne mit Deinen Freunden und Deiner Familie. Und dann würde ich sagen, sehen wir uns im nächsten Video wieder, indem wir Dein Bewusstsein weiter entfalten und Deinem HigherMind einen Schritt näherkommen. Ciao

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  • Hat Dir der Artikel gefallen oder geholfen? Kennst Du noch mehr Tipps zum Thema Schattenarbeit? Ich freue mich über Deinen Kommentar 😉

  • leider habe ich das video gelöscht, gibt es eine möglichkeit es nochmal zu bekommen

  • Ich finde den Artikel sehr gut, mir hat er Vieles klar gemacht.

  • Ich finde es super hilfreich zu schauen welche Bedürfnisse hinter ” unerwünschtm” Verhalten stehen. Das macht es einem viel leichter sich selbst, mit den dunklen Seiten zu lieben und anzunehmen.

  • Vielen Dank für diesen Beitrag. Angst, Schwäche, Wut, Zorn, Neid und Geiz sind wie im Artikel erwähnt genau die Gefühle, die man so regelmäßig in sich versteckt und nicht aufkommen lassen möchte.

    Bei mir nenne ich da zusätzlich noch die Unsicherheit und das Unbehagen.

    So versteckt man regelmäßig, immer wieder und/oder bereits in der Kindheit einen “emotionalen Giftcocktail” in sich. Naja wenn man dann mal wütend ist und aus der Haut fährt zittert zusätzlich der gesamte Körper vermutlich stammt dieses Zittern aus der Unsicherheit und der Angst, die mit diesem Streit einhergehen.

    Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit diesem Thema und erfahre so immer wieder grundlegende neue Dinge über mich selber.

    Beste Grüße

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